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Dieser Artikel ist allgemeine Information und ersetzt keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung.
Das richtige Buchhaltungsprogramm? Selbstständige stellen mir diese Frage regelmäßig und die Antwort hängt immer von der eigenen Situation ab. Ich arbeite seit über zehn Jahren als Buchhalterin und Wirtschaftsjuristin, habe die gängigen Tools selbst genutzt und mit Klienten aller Branchen durchgetestet. Kein Marketing, keine geschönten Tests – nur meine ehrliche Einschätzung.
Quick-Decision: Welches Buchhaltungsprogramm passt zu dir?
| Du brauchst… | Meine Empfehlung |
|---|---|
| Das beste Gesamtpaket – Testsieger 2026 | sevdesk |
| Starke DATEV-Integration + günstig starten | Lexware Office |
| Zeiterfassung + Projektabrechnung | FastBill |
| Maximale Automatisierung, kaum manuell | BuchhaltungsButler |
| Klassische All-in-one-Lösung mit ELSTER | WISO MeinBüro |

Was ein gutes Buchhaltungsprogramm können muss
Nicht jede Software ist für jede/n Selbstständige/n die richtige Wahl. Drei Fragen helfen bei der Vorauswahl: Machst du EÜR oder Bilanz? Arbeitest du mit einem Steuerberater zusammen und nutzt der DATEV? Brauchst du Zeiterfassung oder Projektabrechnung?
Alle hier getesteten fünf Tools sind cloudbasiert, DSGVO-konform und taugen für die E-Rechnungspflicht, die seit 1. Januar 2025 etappenweise im B2B-Bereich gilt. Übrigens: Buchhaltungssoftware ist eine Betriebsausgabe und vollständig von der Steuer absetzbar.
Die 5 besten Buchhaltungsprogramme für Selbstständige 2026
1. sevdesk – Testsieger 2026
sevdesk (Werbung) ist die meistgenutzte Buchhaltungslösung für Selbstständige in Deutschland und das aus gutem Grund. Bei FürGründer.de hat die Software 2026 erneut die Note 1,1 bekommen und wurde als „beste Kombination aus Funktionsumfang und Bedienbarkeit“ ausgezeichnet.
Die Tarife beginnen bei 12,90 €/Monat (Rechnungen) und gehen bis 34,90 €/Monat (Buchhaltung Plus). Für die meisten Selbstständigen reicht der mittlere Tarif „Buchhaltung“ für 25,90 €/Monat. Dieser enthält EÜR, UStVA, Online-Banking, Belegerfassung und DATEV-Export.
Was wirklich gut ist: Die App ist modern, die Einarbeitung dauert Minuten, nicht Tage. Die eingebundene KI-gestützte Belegerkennung unterstützt smart: einfach Beleg fotografieren, hochladen, fertig. Online-Banking ist direkt integriert. Die Zahlungseingänge werden automatisch mit Rechnungen abgeglichen. Für alle, die Rechnungen in Fremdwährung stellen, ist sevdesk übrigens die einzige Lösung im Test, die das nativ unterstützt.
Was fehlt: Zeiterfassung ist nur als kostenpflichtiges Add-on verfügbar. Wer viele Mitarbeiter hat oder eine Bilanz braucht, ist hier falsch. Für Kapitalgesellschaften (GmbH, UG) ist sevdesk nur sehr eingeschränkt nutzbar.
Für wen: Für Freelancer und Selbstständige, die ohne buchhalterisches Vorwissen sofort loslegen wollen und mit dem Steuerberater zusammenarbeiten. Die Testphase läuft 14 Tage und braucht keine Kreditkarte. Alle Details zu sevdesk findest du in meinem ausführlichen sevdesk Test.
2. Lexware Office – der Buchhaltungs-Klassiker
Lexware Office (Werbung) (bis September 2024 noch als lexoffice bekannt) kommt von Lexware, einem der etabliertesten Software-Häuser Deutschlands, und hat über 200.000 Nutzer. Der klare Vorteil: Die Belegbuchung und das Geschäftskonto-Management sind besser als bei fast allen Konkurrenten.
Die Tarife beginnen bei 7,90 €/Monat (S). Das ist der günstigste Einstieg im gesamten Vergleich. Das vollständige Paket mit EÜR, UStVA und GuV kostet ab 21,90 €/Monat (L). Der XL-Tarif mit API-Zugang, EU-Rechnungen und erweitertem Reporting kommt auf 32,90 €/Monat.
Was wirklich gut ist: Die Steuerberater-Anbindung via DATEV ist marktführend. Eingehende Rechnungen per E-Mail lassen sich automatisch erfassen und buchen. Wer Mitarbeiter hat und Lohnabrechnung braucht: Lexware Office bietet das als optionales Modul. Unbegrenzte Nutzerlizenzen inklusive. Das ist im Vergleich einzigartig.
Was fehlt: Zeiterfassung gibt es nur über eine kostenpflichtige Partnerapp. Rechnungen in Fremdwährung sind nicht vorgesehen. Und der Einstiegstarif S enthält noch keine Rechnungsfunktion, nur Belegeverwaltung und Rechnungsimport. Das ist oft irreführend vermarktet.
Für wen: Für Selbstständige mit Steuerberater, die eng mit DATEV zusammenarbeiten, und alle, die häufig Eingangsrechnungen digitalisieren und buchen müssen. Mit 30 Tagen hat Lexware Office das längste kostenlose Testfenster im Vergleich.
Willst du tiefer in das Tool einsteigen? Hier ist mein ausführlicher Lexoffice Test.
3. FastBill – der Spezialist für Projekte und Zeitabrechnung
FastBill wurde 2007 gegründet und hat über 70.000 Kunden. Die Software ist besonders bei Agenturen, IT-Freelancern und allen beliebt, die projektbasiert abrechnen. Hier ist die Zeiterfassung nämlich direkt in die Rechnungsstellung integriert. Das ist bei keinem anderen Tool in diesem Vergleich so konsequent umgesetzt.
Die Tarife beginnen bei 9,00 €/Monat (Solo bei jährlicher Zahlung) und gehen bis 59,00 €/Monat (Premium). Das Mahnwesen ist leider nur als kostenpflichtiges Add-on verfügbar.
Was wirklich gut ist: Zeiterfassung, Projektverwaltung und Rechnungsstellung laufen in einem System zusammen. DATEV-Export, Elster-Schnittstelle und Steuerberater-Zugang sind alle dabei. Die Vorlagengestaltung für Rechnungen ist die flexibelste im Test. E-Rechnung (XRechnung, ZUGFeRD) ist integriert.
Was fehlt: Keine GuV, keine BWA. FastBill erstellt keine Einnahmenüberschussrechnung direkt aus dem System – das muss manuell in ELSTER erfolgen. Die Benutzeroberfläche ist funktional, aber nicht so intuitiv wie sevdesk. Besonders Mahnwesen nur als Add-on nervt.
Für wen: Für Freelancer und Agenturen, die Stunden abrechnen und ihre Projekte direkt in der Buchhaltungssoftware verwalten wollen. Wer Zeiterfassung braucht, kommt hier am besten weg.
4. BuchhaltungsButler – für Automatisierungs-Fans
BuchhaltungsButler (Werbung) ist das unbekannteste Tool in diesem Vergleich und gleichzeitig das am stärksten automatisierte. Der Butler liest Belege per lernfähigem OCR aus, ordnet sie zu, schlägt Buchungen vor und kontiert automatisch vor. Die versprochene Automatisierungsquote liegt bei bis zu 95 Prozent.
Der Einstieg beginnt bei 29,90 €/Monat (bei jährlicher Zahlung). Das ist der höchste Preis im Vergleich. Dafür bekommt man: EÜR, Bilanzierung, GuV, DATEV-Export, Bankanbindung, Anlagenverwaltung und Abschreibungsfunktionen.
Was wirklich gut ist: Der Butler ist das einzige Tool im Vergleich, das eine vollständige Bilanz ohne Steuerberater ermöglicht. Auch GuV und Anlage EÜR lassen sich direkt aus dem System erstellen. Wer viele Belege hat und Buchungsroutine eliminieren will, ist hier richtig. Der Kundensupport ist herausragend. Er ist schnell, kompetent und tatsächlich erreichbar.
Was fehlt: Die Rechnungsstellungs-Funktion ist schwächer als bei sevdesk oder FastBill. Die Oberfläche ist weniger intuitiv und erfordert eine längere Eingewöhnungsphase. Der erste Monat ist oft holprig, da das System erst lernen muss, wie deine Belege aussehen.
Für wen: Für Selbstständige und KMU mit vielen Buchungsvorgängen, die manuelles Buchen eliminieren wollen. Oder bilanzierende Unternehmen, die die Abhängigkeit vom Steuerberater reduzieren möchten.
5. WISO MeinBüro – der bewährte Allrounder
WISO MeinBüro von Buhl landet bei FürGründer.de 2026 auf Platz 3 mit der Note 1,4. Knapp hinter sevdesk und Lexware Office, aber vor allen anderen im Test. Die besondere Stärke: eine direkte ELSTER-Integration und eine umfangreiche Dokumentenverwaltung, die für sich allein schon ein Argument ist.
Die Preise variieren je nach Tarif und Laufzeit. Der Einstieg für Rechnungen liegt bei ca. 9,00 €/Monat, eine vollständige Buchhaltungslösung ab 19,00 €/Monat.
Was wirklich gut ist: Die ELSTER-Schnittstelle ist direkt eingebaut. Damit ist die Umsatzsteuervoranmeldung ohne Umweg über ein externes Portal möglich. Umfangreiches Reporting und eine solide Dokumentenverwaltung machen es zum Allrounder. Wer sich in klassischer Buchhaltungssoftware wohlfühlt, wird WISO mögen. Zudem bietet WISO MeinBüro spezifische Branchen-Lösungen für Agenturen, Handwerker und weitere Berufsgruppen an.
Was fehlt: Die Benutzeroberfläche ist weniger modern als sevdesk oder FastBill. Das Abo-Modell ist nur im Jahresabo abschließbar. Der Wechsel von der Desktop- zur Cloud-Version erfordert eine Neueinarbeitung.
Für wen: Für Selbstständige, die Wert auf eine bewährte, stabile Software mit ELSTER-Integration legen. Und alle, die bereits andere WISO/Buhl-Produkte nutzen.
Direktvergleich: Alle 5 Buchhaltungsprogramme auf einen Blick
| Kriterium | sevdesk | Lexware Office | FastBill | Buchhaltungs-Butler | WISO MeinBüro |
|---|---|---|---|---|---|
| Preis ab (Jahresabo) | 12,90 €/Mo | 7,90 €/Mo | 9,00 €/Mo | 29,90 €/Mo | 9,00 €/Mo |
| Kostenlose Testphase | 14 Tage | 30 Tage | 14 Tage | 14 Tage | 14 Tage |
| EÜR erstellen | ✓ | ✓ | ✗ (via ELSTER) | ✓ | ✓ |
| Bilanzierung | ✗ | ✗ | ✗ | ✓ | ✗ |
| UStVA | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| DATEV-Export | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Zeiterfassung | Add-on | ✗ | ✓ | ✗ | ✓ |
| E-Rechnung (XRechnung/ZUGFeRD) | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Mobile App | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ | ✓ |
| Für Steuerberater | sehr gut | sehr gut | gut | sehr gut | gut |
✓ = enthalten | ✗ = nicht verfügbar

Mein Urteil: Das beste Buchhaltungsprogramm für Selbstständige 2026
Nach zehn Jahren Praxiserfahrung mit dem Thema Buchhaltungsprogramm Selbstständige – von der Einzelunternehmerin bis zur kleinen GmbH – komme ich zu einer klaren Empfehlung je nach Situation:
Für die meisten Selbstständigen und Freelancer: sevdesk (Werbung) ist hier meine erste Wahl. Die Kombination aus Benutzerfreundlichkeit, Funktionsumfang und zuverlässiger DATEV-Anbindung ist schwer zu schlagen.
Wenn du stark mit DATEV und Steuerberater arbeitest: Lexware Office (Werbung) macht besonders dann Sinn, wenn viele Eingangsrechnungen anfallen. Ab 7,90 €/Monat ist es außerdem der günstigste Einstieg im ganzen Vergleich.
Wenn du Stunden oder Projekte abrechnest: FastBill ist hier klar vorne. Kein anderes Tool verbindet Zeiterfassung und Rechnungsstellung so konsequent.
Wenn du Automatisierung über alles stellst: BuchhaltungsButler (Werbung) lernt mit der Zeit und übernimmt die Buchungsroutine. Zudem ist es das einzige Tool hier, das tatsächlich bilanzieren kann.
Wenn du einen bewährten Klassiker willst: WISO MeinBüro. Solide, stabil, mit ELSTER-Integration. Es hat nicht das modernste Interface, aber es funktioniert zuverlässig.
FAQ: Buchhaltungsprogramm Selbstständige
Welches Buchhaltungsprogramm ist das beste für Freelancer?
Für die meisten Freelancer ist sevdesk die erste Wahl. Es ist intuitiv, günstig genug und mit allen nötigen Funktionen wie EÜR, UStVA, DATEV, E-Rechnung ausgestattet. Wer Projekte nach Stunden abrechnet, sollte FastBill prüfen. Wer günstig einsteigen und eng mit einem Steuerberater arbeiten will, findet in Lexware Office ab 7,90 €/Monat den günstigsten Einstieg.
Muss ich als Kleinunternehmer ein Buchhaltungsprogramm haben?
Gesetzlich vorgeschrieben ist es nicht. Aber die GoBD (Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form) verlangen eine revisionssichere Belegerfassung. Excel und Word allein erfüllen diese Anforderungen in der Regel nicht. Alle fünf Tools hier sind GoBD-konform.
Ist Buchhaltungssoftware steuerlich absetzbar?
Ja. Abo-Kosten für Buchhaltungsprogramme sind vollständig als Betriebsausgabe abzugsfähig gemäß § 4 Abs. 4 EStG. Das gilt für monatliche und jährliche Tarife gleichermaßen. Mehr zu absetzbaren Ausgaben findest du in meiner kompletten Übersicht der Betriebsausgaben für Selbstständige.
Was ist der Unterschied zwischen Lexware Office und sevdesk?
Beide decken die Grundfunktionen ab. Das heißt: Rechnungen, Belege, EÜR, UStVA, DATEV. Lexware Office ist stärker bei der Belegbuchung und bietet unbegrenzt Nutzerlizenzen inklusive. sevdesk punktet mit besserer Bedienbarkeit, schnellerer App und nativem Support für Fremdwährungsrechnungen. Für die meisten Selbstständigen ohne Mitarbeiter ist sevdesk die flexiblere Wahl. Wer eng mit Steuerberater und DATEV arbeitet und viele Belege bucht, wählt lieber Lexware Office. Den direkten Vergleich beider Tools habe ich hier ausführlich aufgeschrieben
Fazit: Entscheide dich für ein Tool – und fang an
Das beste Buchhaltungsprogramm ist das, das du wirklich nutzt. Alle fünf Tools bieten mindestens 14 Tage kostenlosen Test. Ganz ohne Vertragsfalle oder notwendiger Kreditkarte.
Starte direkt mit dem Tool, das zu deiner Situation passt, und nutze die Testphase konsequent. Wer einmal eine sauber laufende Buchhaltungssoftware eingerichtet hat, versteht schnell: Das ist kein Nice-to-have, das ist Pflicht.
Wer noch unentschlossen ist: Die meisten greifen zu sevdesk (Werbung) und bereuen es selten. Wer mit einem Steuerberater über DATEV arbeitet, ist bei Lexware Office (Werbung) oft besser aufgehoben.
Persönlicher Tipp: Alle Buchhaltungstools bieten immer wieder Aktionen oder Rabatte an. Es lohnt sich oftmals ein paar Tage zu warten, bevor du kaufst. Zudem bieten z.B. WISO MeinBüro und Lexware Office Sonderrabatte für Neugründer an. Stöbere dafür einfach mal über die Website.
