Lexoffice vs. sevdesk: Welches Buchhaltungsprogramm lohnt sich für Freelancer?

Freelancerin vergleicht Lexware Office und sevdesk am Laptop

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Lexoffice vs. sevdesk: Du stehst vor der Entscheidung und willst eine klare Antwort, keine Marketing-Prosa. Ich nutze beide Tools täglich als Buchhalterin und habe sie bei Dutzenden Klienten eingesetzt. Hier bekommst du meinen ehrlichen Vergleich: Preise, Funktionen, echte Schwächen – und am Ende ein klares Urteil. Wenn du noch gar nicht weißt welche Tools es überhaupt gibt, schau dir zuerst meine Übersicht der besten Buchhaltungsprogramme an.

Schnell-Entscheidung: Was passt zu dir?

👉 Lexoffice, wenn du günstig einsteigen willst, vorwiegend deutsche Kunden hast und einfache EÜR-Buchhaltung brauchst.
👉 sevdesk, wenn du erst kostenlos testen willst, mit internationalen Kunden arbeitest oder erweiterte Controlling-Features brauchst.

Lexoffice im Überblick

Lexoffice – seit September 2024 offiziell als Lexware Office firmierend – gehört zum Haufe-Lexware-Konzern, einem der bekanntesten deutschen Softwareanbieter. Über 200.000 Unternehmen setzen auf das Tool, mehr als 30.000 Steuerberater arbeiten damit täglich mit ihren Mandanten zusammen. Diese Verbreitung ist kein Zufall.

Das Prinzip: Cloud-Buchhaltung ohne Installation. Du loggst dich ein, schreibst Rechnungen, scannst Belege per App, und am Ende übermittelst du die UStVA per ELSTER direkt ans Finanzamt. Monatlich kündbar, keine Mindestlaufzeit. 30 Tage kostenlos testen.

Die Tarife (alle Preise netto zzgl. MwSt., Stand 04/2026):

  • S – ab 3,95 €/Monat (nach 3 Monaten 7,90 €/Monat): Belegverwaltung, Rechnungsimport, keine Rechnungserstellung
  • M – ab 6,45 €/Monat (nach 3 Monaten 12,90 €/Monat): Rechnungen, Angebote, E-Rechnung (Pflicht seit 1.1.2025 nach § 14 UStG)
  • L – ab 10,95 €/Monat (nach 3 Monaten 21,90 €/Monat): Vollbuchhaltung, EÜR, UStVA, ELSTER-Direktübermittlung
  • XL – ab 16,45 €/Monat (nach 3 Monaten 32,90 €/Monat): Serienrechnungen, Anlagenverwaltung, erweiterte Auswertungen

Für die meisten Freelancer ist Tarif M oder L der richtige Einstieg. Wer nur Rechnungen schreibt, kommt mit M aus. Wer die EÜR selbst erledigen und die Umsatzsteuer-Voranmeldung eigenständig ans Finanzamt übermitteln will, braucht L.

sevdesk im Überblick

sevdesk wurde 2013 gegründet und hat sich als ernstzunehmende Alternative positioniert. Der Fokus liegt auf intuitivem Design und Echtzeit-Auswertungen. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal: der dauerhaft kostenlose Tarif mit bis zu drei Rechnungen pro Monat, inklusive E-Rechnung.

Die Bezahltarife (netto zzgl. MwSt., Stand 04/2026):

  • Rechnungen – ab 6,45 €/Monat (im Jahresabo mit 50% Rabatt, danach 12,90 €/Monat): Rechnungen, Angebote, E-Rechnung, Mahnungen
  • Buchhaltung – ab 12,95 €/Monat (im Jahresabo mit 50% Rabatt, danach 25,90 €/Monat): EÜR, GuV, Online-Banking, UStVA per ELSTER
  • Buchhaltung Pro – ab 17,45 €/Monat (im Jahresabo mit 50% Rabatt, danach 34,90 €/Monat): Kostenstellen, BWA, REST-API-Anbindung

Der reguläre Buchhaltungs-Tarif ist ein wenig teurer als das vergleichbare Lexoffice L-Paket. Das ist der zentrale Unterschied und für viele Solo-Freelancer ein entscheidendes Argument.

Lexoffice vs. sevdesk im direkten Vergleich

KriteriumLexofficesevdesk
Einstieg (Rechnungen)ab 7,90 €/Monat (ohne Rabatt)ab 12,90 €/Monat (reguläres Jahresabo)
Vollbuchhaltung (EÜR)ab 21,90 €/Monat (ohne Rabatt)ab 25,90 €/Monat (reguläres Jahresabo)
Kostenloser Tarif✓ (3 Rechnungen/Monat)
E-Rechnung (§ 14 UStG Pflicht)✓ (ab Tarif M)✓ (alle Tarife)
EÜR✓ (ab Tarif L)✓ (ab Buchhaltung)
GuV / doppelte Buchführung✓ (GuV ab Tarif L)
ELSTER-Direktübermittlung✓ (ab Tarif L)
DATEV-Export✓ (ab Tarif L)✓ (ab Rechnungen-Tarif)
Fremdwährungen
Kostenstellen / BWA✓ (ab Buchhaltung Pro)
Lohnmodul✓ (zubuchbar)
Mobile App✓ iOS & Android✓ iOS & Android
Steuerberater-Zugang✓ (ab Tarif S)
Mindestlaufzeitkeine (monatlich kündbar)keine (monatlich kündbar bei Monats-Abo)
GoBD-konform
Server in Deutschland
Gratis-Testphase30 Tage14 Tage
Preisvergleich Lexoffice vs sevdesk für Selbstständige 2026

Lexoffice: Stärken und echte Schwächen

Was Lexoffice (Lexware Office) wirklich gut macht ist die Einbindung in das deutsche Steuerberater-Ökosystem. Wenn du einen Steuerberater hast, und das haben die meisten meiner Klienten, arbeitet der mit hoher Wahrscheinlichkeit bereits mit Lexoffice. Das erspart Datenexporte, Abstimmungsaufwand und Fehlerquellen bei der Übergabe.

Außerdem ist die Lernkurve relativ flach. Rechnungen sind in wenigen Minuten erstellt, Belege per App fotografiert und zügig zugeordnet. Und der Preis für Tarif M oder L ist einer der günstigsten im Markt für das, was enthalten ist. 30 Tage testen ohne Kreditkarte finde ich persönlich fair.

  • Kein kostenloser Dauertarif: Wer langfristig testen will, muss irgendwann zahlen. Der Testzeitraum ist 30 Tage und danach ist Schluss.
  • Keine Fremdwährungen: Wer regelmäßig in USD, GBP oder CHF abrechnet, kommt mit Lexoffice nicht weit. Das ist kein kleines Manko.
  • Wenig Controlling-Tiefe: Kostenstellen, BWA, REST-API. All das fehlt. Wer sein Business wirklich analysieren will, stößt hier schnell an Grenzen.

Einen ausführlicheren Blick auf alle Funktionen findest du in meinem Lexoffice Test 2026.

sevdesk: Stärken und echte Schwächen

sevdesk punktet beim Einstieg: Der kostenlose Tarif mit drei Rechnungen pro Monat ist ein echtes Alleinstellungsmerkmal im deutschen Markt. Wer gerade gründet und noch wenige Kunden hat, kann ohne Risiko starten mit E-Rechnung inklusive. Das ist ein konkreter Vorteil gegenüber Lexoffice.

Die KI-gestützte Belegerfassung funktioniert gut. Beleg hochladen, Betrag und Belegart werden automatisch erkannt. Das spart im Alltag spürbar Zeit. Und wer internationale Kunden hat, schreibt Rechnungen in Fremdwährungen direkt in sevdesk – mit automatischer Euro-Umrechnung.

  • Preis im Buchhaltungs-Tarif: 25,90 €/Monat im Monatsabo für das, was Lexoffice für 21,90 € bietet – das ist schwer zu ignorieren.
  • Geringere Steuerberater-Verbreitung: Lexoffice ist unter deutschen Kanzleien deutlich weiter verbreitet. sevdesk funktioniert, aber du musst vorab prüfen, ob dein Berater damit arbeitet.
  • Kein Lohnmodul: Wer Mitarbeiter hat, braucht eine separate Lösung für die Lohnabrechnung.

Ich habe das Tool genau unter die Lupe genommen. Hier kannst du mehr dazu lesen.

Mein Urteil: Wer bekommt welches Tool?

Nach Jahren in der Buchhaltung und im Kontakt mit Dutzenden Selbstständigen sage ich klar: Für die meisten Freelancer in Deutschland ist Lexoffice die bessere Wahl. Der Preis ist fairer, die Steuerberater-Integration ist reibungsloser, und für EÜR-Buchhaltung brauchst du wirklich nicht mehr.

Lexoffice Tarif L für 21,90 €/Monat (ohne Aktionsrabatt) deckt alles ab, was ein Solo-Freelancer braucht: Rechnungen, Belegerfassung, EÜR, UStVA per ELSTER, Steuerberater-Zugang. Das ist rund. Das funktioniert. Und es kostet weniger als eine halbe Stunde Steuerberatung.

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sevdesk ist die richtige Wahl, wenn du:

  • erst mit dem kostenlosen Tarif starten willst (max. 3 Rechnungen/Monat),
  • regelmäßig in Fremdwährungen abrechnest,
  • doppelte Buchführung führst oder bald führen wirst,
  • Controlling-Features wie Kostenstellen oder BWA brauchst.

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Noch ein persönlicher Tipp von mir: Im Laufe meiner Recherche zu diesem Artikel haben sich die Preise, insbesondere bei sevdesk, fast täglich geändert. Es lohnt sich also immer mal wieder auf den Websites zu schauen, ob es gerade ein richtig gutes Angebot gibt.

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FAQ: Lexoffice vs. sevdesk

Ist Lexoffice oder sevdesk günstiger für Freelancer?

Für Solo-Freelancer mit EÜR-Buchführung ist Lexoffice günstiger. Der Tarif L mit vollständiger Buchhaltung kostet ab 21,90 €/Monat ohne Mindestlaufzeit. Das vergleichbare sevdesk-Paket kostet 25,90 €. sevdesk ist nur dann kostenlos, wenn du maximal drei Rechnungen pro Monat schreibst.

Unterstützen beide Tools die E-Rechnungspflicht?

Ja. Seit dem 1. Januar 2025 sind B2B-E-Rechnungen verpflichtend (§ 14 Abs. 1 UStG). Beide Tools unterstützen XRechnung und ZUGFeRD vollständig. Lexoffice ab Tarif M, sevdesk in allen Tarifen inklusive dem kostenlosen Free-Tarif. Du musst nichts extra einrichten, das läuft automatisch.

Kann ich mit beiden Tools die UStVA direkt ans Finanzamt übermitteln?

Ja, über die jeweils integrierte ELSTER-Schnittstelle. Bei Lexoffice ab Tarif L, bei sevdesk im Buchhaltungs-Tarif. Die eigentliche Einkommensteuererklärung erstellst du separat über ELSTER oder einen Steuerberater. Das geht mit keinem der beiden Tools direkt.

Welches Tool funktioniert besser für Einsteiger ohne Buchhaltungskenntnisse?

Beide sind explizit für Nicht-Buchhalter gebaut. Rechnungen erstellen, Belege fotografieren, Zahlungen abgleichen – das läuft bei beiden intuitiv. Wer es besonders einfach will, ist mit Lexoffice gut aufgehoben. Wer von Anfang an mehr Überblick und Struktur möchte, findet bei sevdesk das modernere Interface.

Fazit

Für die meisten Freelancer in Deutschland ist Lexoffice die klarere Empfehlung – fairer Preis, starke Steuerberater-Integration, alles was du für die EÜR brauchst. sevdesk überzeugt, wenn du kostenlos einsteigen oder mehr Controlling-Tiefe willst. Teste beide, denn die Testphasen sind unverbindlich und kostenlos.

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Dieser Artikel ist allgemeine Information und ersetzt keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung.

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