Accountable Test 2026: Die Steuer-App für Freelancer ohne Steuerberater

Freelancerin nutzt Accountable Steuer-App auf dem Smartphone am Schreibtisch

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Dieser Artikel ist allgemeine Information und ersetzt keine individuelle Steuer- oder Rechtsberatung.

Du hast gerade dein Gewerbe angemeldet oder bist seit einem Jahr selbstständig? Deine erste Umsatzsteuer-Voranmeldung steht bald an, irgendwann kommt die EÜR noch dazu und ein Steuerberater kostet locker 150 Euro pro Stunde. Genau für diese überfordernde Situation wurde Accountable gebaut. Das ist eine App, die verspricht, deine komplette Steuerpflicht als Freelancer zu übernehmen, ohne dass du irgendwelche Vorkenntnisse brauchst.

Ob das Tool hält, was es verspricht, habe ich als Buchhalterin und Wirtschaftsjuristin mit über zehn Jahren Praxiserfahrung in meinem Accountable Test 2026 unter die Lupe genommen.

Quick-Decision-Box

Accountable → wenn du als Solo-Selbstständiger alles in einer App willst: Rechnungen schreiben, Steuern einreichen, Belege scannen und keinen Steuerberater brauchst.

sevdesk → wenn du ein Team hast, DATEV-Export brauchst oder eine starke Desktop-Buchhaltungslösung suchst.

Lexoffice → wenn du bereits einen Steuerberater hast und günstige Buchhaltungssoftware zur Unterstützung willst.

Was ist Accountable?

Accountable ist eine Steuer- und Buchhaltungs-App für Einzelunternehmer und Freiberufler in Deutschland. Du kannst Rechnungen schreiben, Belege scannen, dein Bankkonto verbinden und sämtliche Steuererklärungen, wie USt-Voranmeldung, EÜR, Einkommensteuer, Gewerbesteuer, direkt aus der App via ELSTER ans Finanzamt übermitteln. Entwickelt wurde sie von der belgischen Accountable SA mit Niederlassung in Berlin. Über 40.000 Selbstständige nutzen sie bereits in Deutschland.

Accountable im Test: Was die App wirklich kann

Ich habe mich durch alle vier bezahlten Tarife gearbeitet und schaue mir heute gemeinsam mit dir an, was der für Freelancer relevante Taxes-Tarif (29,90 €/Monat im Jahresabo, netto) wirklich leistet.

Rechnungen schreiben

Schon in der kostenlosen Version kannst du unbegrenzt E-Rechnungen erstellen und versenden, inklusive XRechnung und ZUGFeRD. Das ist ein echter Vorteil gegenüber vielen Konkurrenten, bei denen E-Rechnungen ein Aufpreis-Feature oder nur begrenzt erstellbar sind. Die Vorlagen sind schlicht, aber professionell. Wiederkehrende Rechnungen lassen sich automatisieren, Angebote verschicken und Zahlungseingänge tracken.

Ein Pluspunkt, der in Vergleichen mit anderen Buchhaltungs-Tools oft übersehen wird ist, dass Accountable Rechnungen in Fremdwährungen unterstützt. Wer internationale Kunden hat, wie etwa über Upwork oder direkt aus den USA, kann Rechnungen in Dollar oder anderen Währungen stellen. Das ist bei vielen deutschen Buchhaltungstools kein Standard.

Belege scannen

Die App erkennt Quittungen per Foto und ordnet sie automatisch der richtigen Steuer-Kategorie zu. On Top gibt es individuelle Steuertipps pro Ausgabe. In der Free-Version sind es fünf Belege pro Monat, ab dem Buchhaltungs-Tarif unbegrenzt. In meinen Tests hat die Erkennung bei klaren Quittungen gut funktioniert; bei verknitterten oder handgeschriebenen Belegen brauchte es manchmal manuelle Nacharbeit. Das ist allerdings bei allen Scan-Apps von Buchhaltungssoftwares so und kein echtes Hindernis.

Bankanbindung und Live-Steuerübersicht

Verbindest du dein Konto, sieht Accountable in Echtzeit, wie viel du für die Steuer zurücklegen musst. Das eigene Accountable Geschäftskonto (mit IBAN und virtueller Mastercard) ist kostenlos und in jedem Tarif enthalten. Externe Konten, beispielsweise N26, Commerzbank oder Volksbank, lassen sich anbinden. Vereinzelte Nutzer berichten allerdings von Synchronisationsproblemen, besonders bei weniger verbreiteten Banken. Ich habe es mit meinem Revolut Business Account verbunden und es hat in der Testphase super funktioniert.

Steuererklärungen direkt einreichen

Das ist der eigentliche USP. Du brauchst kein ELSTER-Konto, keine separate Software. USt-Voranmeldung, EÜR, Einkommensteuer, Gewerbesteuer läuft alles über Accountable. Fristen werden dir angezeigt und Erinnerungen geschickt. Das ist ein absoluter Bonus für alle, die nicht immer alle Abgabetermine auf dem Schirm haben. Als jemand, der jahrelang mit ELSTER gearbeitet hat ist der Unterschied in der Benutzerführung enorm und easy.

KI-Steuerberater

Im Taxes-Tarif ist der KI-Steuerberater mit 50 Anfragen pro Monat enthalten. Der beantwortet fleißig deine Steuerfragen, reicht aber nichts automatisch für dich ein. Für einfache Alltagsfragen ist das Feature unheimlich hilfreich. Bei komplexeren Fällen, wie Auslandseinnahmen, gemischter Nutzung oder Betriebsfahrzeug, stößt er allerdings schnell an seine Grenzen.

Was viele nicht wissen: Ab dem Taxes-Tarif ist zusätzlich der Steuercoach-Zugang enthalten. Das sind echte Accountable-Mitarbeiter, die du per Nachricht oder Webinar erreichen kannst. Das ist kein vollwertiger Steuerberater, aber für konkrete Einzelfragen deutlich hilfreicher als ein reiner Chatbot. Im Max-Tarif kommen persönliche Quartalsgespräche mit einem festen Steuercoach hinzu, plus unbegrenzter KI-Zugang.

Zur Einordnung: Im günstigeren Rechnungen Plus-Tarif ist der KI-Steuerberater auf 5 Anfragen pro Monat begrenzt und der Steuercoach fehlt komplett. Wer wirklich öfters Steuerfragen hat, braucht mindestens den Taxes-Tarif.

Steuerberater-Zugang: Accountable ist kein Entweder-oder

Accountable positioniert sich als „Buchhaltung ohne Steuerberater“. Das stimmt schon, ist aber nicht die ganze Wahrheit. Denn in allen Tarifen ist ein kostenloser Steuerberater-Zugang enthalten. Dein Steuerberater kann damit direkt auf deine Accountable-Daten zugreifen, ohne dass du ihm extra Exporte schicken musst. Accountable ist also auch eine Option, wenn du einen Steuerberater hast, aber die tägliche Buchhaltung selbst machen willst.

Ein Wermutstropfen hier: Der DATEV-Export hat laut Nutzerbewertungen auf Trustpilot (Stand Februar 2026) in einigen Fällen Probleme gemacht. Das sind unter anderem fehlende Buchungen oder unklare Kontenzuordnungen. Accountable hat das selbst eingeräumt und arbeitet gerade an einer Überarbeitung. Wer stark auf DATEV-Kompatibilität angewiesen ist, sollte das im Hinterkopf behalten. Ich selbst habe in meinem Test nur den reinen Export in kleinem Rahmen getestet. Der hat jetzt im Mai 2026 schon reibungslos funktioniert, ohne fehlende Daten.

Steuergarantie

Bei Fehlern, die durch die App entstehen, übernimmt Accountable Steuernachzahlungen bis 500 Euro (Taxes-Tarif) bzw. bis 10.000 Euro (Max-Tarif). Das gibt unheimlich viel Sicherheit — auch wenn man hoffen darf, sie nie zu brauchen.

Die Tarife im Überblick – alle Preise netto

TarifJahresabo/MonatMonatsabo/MonatFür wen
Free0 €0 €Unbegr. E-Rechnungen, 5 Belege/Monat, kostenloses Geschäftskonto
Rechnungen Plus9,90 €12,40 €+ Web-Zugang (Einnahmen), unbegr. Angebote, KI-Steuerberater (5/Monat), 1 Bankanbindung
Buchhaltung19,90 €24,90 €+ Unbegr. Belege, 5 Bankkonten, kostenloser Jahresabschluss für Kleinunternehmer mobiler Zugriff
Steuern (Taxes)29,90 €37,40 €Alle Steuererklärungen via ELSTER, KI-Steuerberater (50/Monat), Steuercoach (Nachrichten + Webinare), Steuergarantie 500 €
Max59,90 €74,90 €+ Steuercoach-Gespräche, 10.000 € GaQuartalsgespräche mit Steuercoach, unbegr. KI-Anfragen, Anlage KAP, Steuergarantie 10.000 €, kostenlose physische Karte

Stand: 05/2026, alle Preise netto zzgl. USt. · Alle Tarife: 30-Tage-Geld-zurück-Garantie, jederzeit kündbar.

Accountable App Tarife auf dem Smartphone — Übersicht Steuern-Tarif

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Wer Accountable wirklich nutzen will, also Steuern selbst einreichen möchte und kein Kleinunternehmer ist, braucht den Taxes-Tarif. Das kostet im Jahresabo 358,80 Euro netto. Für einen Steuerberater zahlst du pro Jahr ein Vielfaches davon, für eine reine Buchhaltungssoftware wie Lexoffice aber deutlich weniger.

Für Kleinunternehmer reicht der Buchhaltungs-Tarif (Jahresabo 238,80 Euro netto). In diesem ist die kostenlose Erstellung von Einkommensteuererklärung, EÜR, Gewerbesteuer- und Umsatzsteuererklärung für Kleinunternehmer enthalten.

Was gut funktioniert

Mobile First und das ernst gemeint. Accountable ist wirklich für das Handy gebaut. Beleg fotografieren, Rechnung schreiben, Voranmeldung abschicken funktioniert alles sauber vom Smartphone aus. Wer viel unterwegs ist oder keinen festen Arbeitsplatz hat, merkt diesen Benefit sofort.

Kein ELSTER-Konto nötig. Das klingt nach einem Detail, ist aber für viele Selbstständige ein echter Schmerzpunkt. ELSTER-Registrierung, Zertifikat, Authentifizierung und die Wartezeit fällt komplett weg.

Kostenloser Einstieg mit echtem Mehrwert. Unbegrenzte E-Rechnungen in der Free-Version ist kein Marketing-Gimmick. Wer gerade gründet, kann monatelang kostenlos arbeiten und erst upgraden, wenn er wirklich Steuern einreichen muss.

Alles in einer App. Geschäftskonto, Rechnungen, Belege, Steuern übersichtlich in einem Login. Das ist der Kernvorteil gegenüber Lösungen, die für jede Funktion ein separates Produkt oder Add-on verlangen.

30-Tage-Geld-zurück-Garantie. Alle bezahlten Tarife haben eine Geld-zurück-Garantie für den ersten Monat. Wer sich unsicher ist, kann also risikolos testen und bei Nichtgefallen einfach zurücktreten.

Was mich stört

Der Preis für vollständige Steuernutzung ist hoch. 29,90 Euro netto pro Monat für den Taxes-Tarif. Das sind rund 35,60 Euro brutto, über 425 Euro im Jahr. Lexoffice bietet Buchhaltungsfunktionen schon ab 3,45 Euro/Monat. Wer nur Rechnungen schreiben und die EÜR mit dem Steuerberater teilen will, zahlt bei Accountable deutlich mehr als wirklich nötig.

Nur für Einzelunternehmer und Freiberufler. GmbH, UG, GbR — geht nicht. Wer auch nur plant, irgendwann eine Gesellschaft zu gründen, muss später, Stand jetzt, zwangsweise das Tool wechseln.

DATEV-Export mit Fragezeichen. Der Export für Steuerberater hat laut aktuellen Nutzerbewertungen in einigen Fällen nicht zuverlässig funktioniert. Accountable arbeitet daran, aber verlässlich ist das Stand heute noch nicht für jeden.

Kein Bargeld. Das Geschäftskonto kann kein Bargeld annehmen. Wer Kunden hat, die bar zahlen (Handwerker, Künstler oder Coaches mit Präsenz-Seminaren) braucht dafür ein separates Konto. Keine Abhebung, keine Einzahlung am Schalter.

Physische Karte kostet extra. Die virtuelle Mastercard ist kostenlos. Wer eine physische Karte will, zahlt 7,50 Euro pro Monat. Erst im Max-Tarif ist sie ohne Aufpreis.

Steuerrücklagen bringen keine Zinsen. Das integrierte Unterkonto für Steuerersparnisse ist praktisch, aber unverzinst. Wer sein Steuer-Polster arbeiten lassen will, parkt es besser zusätzlich auf einem Tagesgeldkonto.

Der KI-Steuerberater ist kein Steuerberater. Er beantwortet Fragen, ja. Er macht aber keine Steuern für dich. Der Name suggeriert mehr, als das Feature hält. Zur Beantwortung komplexerer Fälle (Auslandseinnahmen, Betriebsfahrzeug, gemischte Nutzung) reicht er nicht.

Accountable vs. sevdesk vs. Lexoffice — die wichtigsten Unterschiede

KriteriumAccountablesevdeskLexoffice
Steuern selbst einreichen (via ELSTER)✅ (ab Taxes, 29,90 €/M.)❌ (nur Vorbereitung)❌ (nur Vorbereitung)
Eigenes Geschäftskonto✓ kostenlos
E-Rechnungen im Free-Tarif✅ unbegrenzt✅ bis 3/Monat❌ (erst ab XL, 14,95 €/M.)
Günstigster Einstieg (bezahlt)9,90 €/M.12,90 €/M.3,45 €/M.
Steuercoach enthalten✅ ab Taxes
Mehrnutzer / Team✅ ab Buchhaltung
GmbH / UG nutzbar
Bargeldeinzahlung
Für wenSolo-Freelancer, Steuern selbst machenTeams, DATEV-NutzerMit Steuerberater

Detaillierte Einzeltests findest du in meinem sevdesk-Test und meinem Lexoffice-Test. Wer beide direkt gegenüberstellt, findet den direkten Vergleich Lexoffice vs. sevdesk hier auf eigenboss.

Vergleich Buchhaltungssoftware: Accountable, sevdesk und Lexoffice für Freelancer

Für wen ist Accountable die richtige Wahl — und für wen nicht

Accountable lohnt sich, wenn du:

  • Solo-Selbstständig oder Freiberufler bist (Einzelunternehmen, kein Team)
  • deine Steuern selbst einreichen willst, ohne ELSTER zu lernen
  • internationale Kunden hast und Fremdwährungsrechnungen brauchst
  • alles in einer App willst: Konto, Rechnungen, Belege, Steuern
  • mobil arbeitest und die App-First-Lösung schätzt
  • Kleinunternehmer bist oder gerade erst gründest

Accountable lohnt sich nicht, wenn du:

  • bereits einen Steuerberater hast, der deine Zahlen braucht — dann reicht Lexoffice für weniger Geld
  • egelmäßig Bargeld annimmst — das Geschäftskonto kann das nicht abbilden
  • ein Team führst oder bald eine GmbH / UG planst — dann ist sevdesk die bessere Basis
  • stark auf DATEV-Export angewiesen bist — hier gibt es aktuell noch Schwächen

FAQ

Kann ich Accountable kostenlos nutzen?

Ja. Der Free-Tarif ist dauerhaft kostenlos und erlaubt unbegrenzte E-Rechnungen sowie bis zu fünf Belege pro Monat. Ein kostenloses Geschäftskonto ist ebenfalls enthalten. Für die Übermittlung von Steuererklärungen brauchst du mindestens den Taxes-Tarif ab 29,90 Euro netto/Monat im Jahresabo.

Ist Accountable GoBD-konform?

Ja. Accountable erfüllt die GoBD-Anforderungen, Belege werden revisionssicher gespeichert. Alle Daten liegen auf Servern in Deutschland und der EU, das Tool ist DSGVO-konform.

Was passiert, wenn ich als GmbH oder UG wachse?

Accountable ist ausschließlich für Einzelunternehmer und Freiberufler ausgelegt. Wer eine Kapitalgesellschaft gründet, muss zu einem anderen Tool wechseln. sevdesk oder Lexoffice bieten hier Alternativen. Das sollte man von Anfang an einplanen.

Muss ich ein Accountable-Geschäftskonto nutzen?

Nein. Du kannst externe Konten, zum Beispiel N26, Commerzbank, Volksbank oder Postbank, einfach anbinden. Das eigene Accountable-Konto ist optional, aber kostenlos in jedem Tarif enthalten.

Kann ich trotzdem einen Steuerberater einbinden?

Ja, das geht. Sogar in allen Tarifen kostenlos. Dein Steuerberater bekommt einen eigenen Zugang zu deinen Accountable-Daten. Den DATEV-Export gibt es ebenfalls, der hat aber laut aktuellen Nutzerstimmen noch Schwächen bei der Zuverlässigkeit.

Mein Fazit zum Accountable Test 2026

Accountable ist die konsequenteste Steuer-App für Solo-Selbstständige auf dem deutschen Markt. Kein anderes Tool bündelt Geschäftskonto, Rechnungsstellung und vollständige Steuereinreichung so kompakt in einer Oberfläche. Ganz ohne ELSTER-Konto und ohne Steuerberater-Pflicht.

Der Preis ist der einzige echte Vorbehalt: Wer die App nur als Rechnungsprogramm nutzt, zahlt zu viel. Wer sie komplett nutzt, also Steuern selbst einreichen will, der bekommt eine Gegenleistung, die einen echten Steuerberater im Jahresvergleich deutlich günstiger macht. Und wer international unterwegs ist oder nach dem Gründen direkt einen sauberen Workflow will, bekommt hier genau das.

Wenn du Solo-Freelancer bist, keine Lust auf ELSTER hast und alles in einer App willst: Accountable ist deine Lösung.

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Wer vorher noch andere Optionen prüfen will, findet in meinem großen Buchhaltungsprogramm-Vergleich alle relevanten Tools auf einen Blick.

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